Erfahrungsberichte

RAW vs. JPG

Hallo Leute,

 
für die Fotografen auf meiner Seite, das altbekannte und heiß diskutierte Thema. Was ist besser bzw. welches Format sollte man fotografieren? RAW oder JPG ?

 
RAW ist ja eigentlich schon cool. Man kann das Bild in der Nachbearbeitung beliebig hell oder dunkel machen, die Tiefen und Lichter in beliebigen Richtungen schieben so wie es einem gefällt, den Weißabgleich verschieben wie ich lustig bin usw. und das ganze ohne einen Qualitätsverlust bzw. einer farblichen Verfälschung.
Bei einer JPG Datei sieht das Ganze schon wieder anders aus. Man kann die Helligkeit und farblichen Anpassungen nur leicht vornehmen, da das Bild sehr schnell in den Farben verfälscht wird.

Da spricht ja einiges dafür, dass man dann natürlich in RAW fotografiert oder?! Ich kann ja anschließend die farbliche Stimmung anpassen, entscheiden ob es Schwarz/Weiß sein soll etc. Deshalb why not?!

 

Aber ist es wirklich Sinnvoll? Sollte man nicht vorher schon sein fertiges Bild, so wie es sein soll, vor Augen haben? Wie ich den Weißabgleich haben will, ob kalt oder warm? Ob das Bild Schwarz/Weiß oder in Farbe sein soll?

Man spricht sich ja auch schließlich mit dem Model vorher ab, welche Stimmung das Bild vermitteln soll. Und somit passt sich das Model mit seiner Haltung und dem Blick an.

Es wäre doch irgendwie falsch, wenn ich dem Model sage, ich bearbeite nachher sowie so das Bild und passe die Farben an so wie es mir gerade passt, oder nicht? Wie soll das Model dann Posen? Wie soll der Blick sein, wenn es vorher nicht festgelegt wird?
Man sollte bedenken, den Blick und die Haltung des Models kann ich anschließend in der Nachbearbeitung nicht mehr ändern!

Deshalb bin ich der Meinung, dass ein fertiges Bild, das JPG Bild sein soll. So wie es aus der Kamera kommt und damit meine ich die vermittelte Stimmung durch Farben und Kontraste.

Ich kann ja vorher schon alles an der Kamera einstellen so wie ich es haben will. Ob Weißabgleich, Kontrast, S/W oder Farbe. Die Zeit für solche Überlegungen und Einstellungen muss doch vorhanden sein.

Ein RAW Bild sollte meiner Meinung nach nur als Rettung dienen!

 

Die Retusche an der Haut, wie Unreinheiten entfernen oder Dodge & Burn, kann ich auch an einer JPG Datei vornehmen. Dazu brauche ich keine fast dreifach so große RAW Datei.

Ich persönlich fotografiere in RAW und JPG. Natürlich spricht ja auch nichts dagegen in RAW zu fotografieren. Aber sofern ich alles richtiggemacht habe und mir die Bilder so gefallen, wie ich sie fotografiert habe, brauche ich die RAW Dateien nicht für eine Nachbearbeitung und landen somit sofort in den Papierkorb. Wozu soll ich sie behalten und mir meinen Speicherplatz auffressen lassen?

 

Wie ist denn Eure Meinung zu dem Thema?
Welches Format fotografiert Ihr?
 

Schreibt es gerne in den Kommentaren, mich würde mal interessieren wie Ihr zu dem Thema steht.


Zum Schluss will ich Euch noch ein paar fakten zu den Dateiformaten aufzählen:

RAW

  • Großer Dynamikumfang
  • Große Dateigröße
  • Enthält ausschließlich Sensorinformationen, ist also eine Roh Datei
  • Bearbeitungsmöglichkeiten ohne Verfälschung

 

JPG

  • Komprimiertes Dateiformat
  • Auflösung ist die gleiche wie bei einer RAW Datei
  • Farbliche Anpassung nur bedingt; Hautretusche ohne Probleme
  • Kleiner Dynamikumfang

 

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